Gesunde Kinderfüsse brauchen passende Schuhe.

    Ihr Kind wird sich nicht beklagen, wenn es Schuhe trägt, die drei Nummern zu klein sind. Denn zum einen sind Kinderfüsse sehr weich und biegsam: Fussknochen und Knorpel besitzen noch nicht die Festigkeit ausgewachsener Füsse. Und zum anderen sind die Nerven in den Füssen noch nicht vollständig entwickelt: Das Signal «Mein Schuh drückt» wird daher nicht ans Gehirn weitergeleitet.

    Die falsche Schuhgrösse kann fatale Folgen haben.

    Studien beweisen, dass 69% aller Kinder zu kleine Strassenschuhe und 88% zu kleine Hausschuhe tragen. Mit verheerenden Folgen für die Fussentwicklung. Denn zu kleine und enge Schuhe verändern die Zehenstellung. Und diese Fehlstellungen der Füsse haben langfristig einen negativen Einfluss auf Gelenke, Muskulatur und Bewegungsapparat. Das Ergebnis: Mehr als 40% aller Erwachsenen leiden unter Fuss- und Haltungsschäden.

    Die Entwicklung der Kinderfüsse ist mit der Pubertät abgeschlossen – und oft ist der Schaden dann bereits angerichtet. Kaufen Sie Ihrem Kind daher vom ersten Lauflernschuh über die Finkli bis hin zu Wanderstiefeln immer perfekt passende Schuhe.

    Kinderschuhe sollten grösser sein als der Fuss.

    Kinderfüsse brauchen im Schuh 6 Millimeter Schubraum. Plus 6 Millimeter Zuwachsraum. Denn Kinderfüsse wachsen im Alter von 3 bis 6 Jahren durchschnittlich 1 Millimeter pro Monat – das entspricht zwei bis drei Schuhgrössen im Jahr. Die Innenlänge passender Kinderschuhe sollte daher 12 Millimeter länger sein als der Fuss selbst. Neue Schuhe dürfen sogar bis zu 17 Millimeter länger sein. So haben die Zehen genügend Platz zum Abrollen und der Fuss kann gesund wachsen. Seitlich sollte der Schuh bündig anliegen und guten Halt bieten.