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Verhaltenskodex

Für Lieferanten und Partner der KARL VÖGELE AG, CH-8730 UZNACH Richtlinien für gesetzmässiges und verantwortungsbewusstes Handeln


1. VERHALTENSKODEX KARL VÖGELE AG

Der Verhaltenskodex der Karl Vögele AG legt Minimalstandards fest, die nicht als Obergrenze missverstanden oder gegen Kollektivabmachungen verwendet werden dürfen. Die Karl Vögele AG trägt eine grosse Verantwortung für alle Aktivitäten des Unternehmens, insbesondere gegenüber den Arbeitnehmer/innen, für die Arbeitsbedingungen, unter denen die Produkte hergestellt werden. Karl Vögele AG anerkennt, dass diese Verantwortung sich auf alle Arbeitnehmer/innen erstreckt, die Produkte für die Karl Vögele AG herstellen, unabhängig davon, ob sie Beschäftigte unserer Firma sind oder nicht. Unsere Kunden stehen im Mittelpunkt all unserer Aktivitäten. Insbesondere gehen wir auf ihre Bedürfnisse aufgrund der veränderten Umwelt ein. Wir wollen unseren Kunden absolut einwandfreie und gesundheitlich unbedenkliche Produkte anbieten. Dieser Verhaltenskodex bestimmt, dass die gelieferten Artikel in keiner Weise die Rechte Dritter verletzen. Die Karl Vögele AG verpflichtet sich zu einem sozialen, ökologischen und verantwortungsvollen Handeln und hat deshalb nachfolgende Richtlinien festgelegt. Die Karl Vögele AG hat die Einhaltung der Schadstofffreiheit beziehungsweise der Grenzwerte als Grundsatz in Ihre Geschäftsbedingungen aufgenommen und an der Gründung einer Kooperationsplattform von europäischen Schuhhandelsunternehmen und akkreditierten Prüfinstituten aktiv mitgewirkt. Durch diese Synergie-Effekte der Kooperation arbeiten wir effizienter und vernetzter.

KARL VÖGELE AG – CH-8730 UZNACH

 

2. HUMAN RIGHTS

2.1. Grundlage

Als Lieferant oder Partner der Karl Vögele AG verpflichten Sie sich, diesem Kodex Folge zu leisten und die Richtlinien einzuhalten. Die gegenständlichen Bedingungen gelten für sämtliche Warenlieferungen an die KARL VÖGELE AG oder eines ihrer Tochterunterneh-men. Der Lieferant stellt der Karl Vögele AG alle relevanten Informationen über seine Täti-keit und Produktion zur Verfügung. Eine Prüfung durch Mitarbeiter der Karl Vögele AG der Arbeitsstätten und Tätigkeiten muss jederzeit möglich sein. Diese Prüfung kann auch durch anerkannte, unabhängi-ge Auditoren erfolgen. Ausserdem akzeptieren wir gültige Zertifikate oder Berichte über die soziale Performance durch eine von Karl Vögele AG akzeptierte Organisation. Der Lieferant ist verantwortlich für die Überwachung sowie die Implementierung dieses Kodex bei Auftragserteilung an Subunternehmen.


2.2. Allgemeine Bedingungen

Die Gesetze, Verordnungen und Rechtsvorschriften der EU, deren Mitgliedstaaten, der Schweiz sowie sämtliche Bestimmungen und multilaterale Abkommen sind Grundlage für diese Richtlinien. Die Lieferanten sind verpflichtet, die nationalen und regionalen Regelungen, Verordnun-gen und Gesetze einzuhalten, die ihre Industrie betreffen. Die Konventionen der ILO, deren Übereinkommen und Empfehlungen sind ein integrieren-der Bestandteil unserer Firmenphilosophie.

 

2.3. ILO-Konventionen


A. Freiheit für Gewerkschaften und kollektive Verhandlungen

Die Rechte aller Angestellten, Gewerkschaften zu gründen, solchen beizutreten und kollektive Verhandlungen zu führen, werden anerkannt (ILO Konventionen 87 und 98). Arbeitervertreter dürfen nicht diskriminiert werden und haben Zugang zu allen Werkstätten, um ihnen die Erfüllung ihrer Aufgaben zu ermöglichen (ILO Konvention 135).


B. Gleichbehandlung

Alle Angestellten haben den gleichen Zugang zu Arbeit und Weiterbildung, unabhängig von Geschlecht, Alter, ethnischer Abstammung, Nationalität, Hautfarbe, sexueller Orientie-rung, politischer Meinung, religiöser oder sozialer Herkunft (ILO Konventionen 100 und 111).


C. Existenzsichernder Lohn

Löhne und Dienstleistungen, welche für die normale Arbeitswoche ausgerichtet werden, müssen mindestens den gesetzlich vorgeschriebenen oder branchenüblichen Mindestansätzen entsprechen. Auf jeden Fall müssen sie ausreichend sein, um die Grundbedürfnis-se der Angestellten und ihrer Familie zu decken; zusätzlich müssen sie einen Betrag zur freien Verfügung enthalten. Lohnabzüge als Strafmassnahmen sind nicht erlaubt; auch jegliche Abzüge, welche nicht von der nationalen Gesetzgebung definiert sind, sind nicht zugelassen ohne die ausdrückliche Einwilligung des/der betreffenden Angestellten. Die Bezahlung erfolgt direkt an die Angestellten, unverzüglich und im vollen Betrag. Alle Angestellten erhalten eine schriftliche und gut verständliche Information über die Lohnbedin-gungen, bevor sie die Stelle antreten, sowie genaue Angaben über ihren Lohn für jede Lohnperiode.


D. Arbeitszeit

Die Arbeitszeit muss in Übereinstimmung stehen mit den geltenden Gesetzen und Normen des betreffenden Industriezweiges. Es darf von den Angestellten nicht verlangt werden, dass sie regelmässig mehr als 48 Stunden pro Woche arbeiten, und sie müssen mindestens einen freien Tag in einer Periode von sieben Tagen bekommen. Überzeit darf nur auf freiwilliger Basis gearbeitet werden und darf 12 Stunden pro Woche nicht übersteigen, darf nicht regelmässig angeordnet werden und muss immer mit einer Lohnzulage für die zu-sätzliche Arbeit entschädigt werden.


E. Gesundheit und Sicherheit

Es muss sichergestellt werden, dass die Arbeitsumgebung sicher und hygienisch eingerichtet ist und der bestmögliche Schutz für Gesundheit und Sicherheit geboten wird, wobei die neuesten Erkenntnisse der Branche und die jeweils spezifischen Gefahren zu berück-sichtigen sind. Sicherheit und Gesundheit der Angestellten sind regelmässig zu kontrollie-ren. Die Firmen müssen Trinkwasser, saubere Toiletten, Duschen und Waschgelegenheiten zur Verfügung stellen. Wo Unterkunft zur Verfügung gestellt wird, muss diese hinsichtlich Grösse, Belüftung, Kochgelegenheit, Wasserversorgung und sanitäre Installationen den Mindestanforderungen (ILO Konvention 110, Art. 85-88) entsprechen. Körperliche Belästigungen oder psychischer Druck, speziell auf weibliche Angestellte, darf nicht geduldet werden.


F. Sicherheit des Arbeitsplatzes

Die gesetzlichen Verpflichtungen in Zusammenhang mit der Beschäftigung und der sozialen Sicherheit der Angestellten, welche auf dem Anstellungsverhältnis begründet sind, dürfen nicht durch einseitige Verträge unterwandert werden, welche nur für die Angestellten bindend sind, oder durch Ausbildungsprogramme, welche nicht der Verbesserung der Fähigkeiten oder der ordentlichen Anstellung dienen. Jugendliche Angestellte sollen die Gelegenheit haben, an Schulungs- und Ausbildungsprogrammen teilzunehmen. Jeder Angestellte soll ein Exemplar des Anstellungsvertrags erhalten.


G. Verbot der Kinderarbeit

Kinder dürfen nicht angestellt werden. Nur Angestellte, die älter sind als 15 Jahre bzw. für die unter Art. 2.4 der ILO Konvention aufgelisteten Länder, die älter als 14 Jahre sind oder das schulpflichtige Alter überschritten haben, dürfen angestellt werden. Angestellten im Kindesalter, welche aus diesem Grund entlassen werden müssen, ist eine angemessene finanzielle Übergangshilfe zu gewähren sowie geeignete Schul- und Ausbildungsmöglichkeiten.


H. Freiwilligkeit der Anstellung

Zwangsarbeit, beispielsweise Sklavenarbeit oder erzwungene Gefangenenarbeit ist nicht gestattet (ILO Konventionen 29 und 105). Angestellte dürfen auch nicht genötigt werden, dem Arbeitgeber Geld oder ihre Identitätspapiere zur Aufbewahrung zu übergeben.

 

3. UMWELTSCHUTZ und SCHADSTOFFE

3.1. Umweltschutz

Der Lieferant verpflichtet sich, die anwendbaren Umweltgesetze einzuhalten, die Ressour-cen sparsam zu nutzen und die Leistungen im Umweltschutz kontinuierlich zu verbessern.

 

3.2. Verbotene Substanzen und Schadstoffe

Der Geschäftspartner garantiert, dass die von ihm gelieferten Waren keine verbotenen Substanzen und Schadstoffe enthalten, oder im Falle von gesetzlichen Regelungen die Grenzwerte nicht überschritten werden.


A. Der Lieferant verpflichtet sich, sämtliche verwendete Materialien durch eines der akkreditierten Prüflabors testen zu lassen.

B. Der Lieferant verpflichtet sich, sämtliche Schadstofftest gemäss separater Beilage durchführen zu lassen.

C. Die Testergebnisse sind unaufgefordert der Karl Vögele AG zugänglich zu machen.

D. Mit den Prüfungen dürfen nur die im Anhang 4 angeführten Prüfungsinstitute beauftragt werden. Diese Institute sind auch Mitglieder des „Schadstoff-Round-Table“ und garantieren, dass die Prüfungen nach internationalen Normen durchgeführt werden.

E. Sollten bereits Prüfergebnisse des zu prüfenden Produkts für einen anderen Round-Table-Partner vorhanden sein, gelten diese auch für Karl Vögele AG.

 

3.3. Produktsicherheit

Sämtliche Bestimmungen hinsichtlich Herstellung, Vertrieb, Produktsicherheit, Produktbe-zeichnung, Verwendungsverbot von bestimmten Produkten und Produktbestandteilen sind einzuhalten. Dies auch dann, wenn nicht ausdrücklich darauf Bezug genommen wird.

 

4. GEWÄHRLEISTUNG

4.1. Rechte Dritter

A. Der Lieferant garantiert, dass die auf der Ware oder Verpackung angebrachten Worte, Zeichen oder Kombinationen sowie die Ausgestaltung der Ware die Rechte Dritter nicht verletzen.

B. Der Lieferant garantiert ausserdem, dass aus der Verwendung und dem Vertrieb der Waren keine wie immer auch gearteten Rechte und Ansprüche anderer Personen und Unternehmen verletzt oder beeinträchtigt werden und hält bei allfälligen Verletzungen die Karl Vögele AG schad- und klaglos.


4.2. Uneingeschränkte Ersatzpflicht

A. Der Lieferant übernimmt die uneingeschränkte Ersatzpflicht hinsichtlich allfälliger Schäden, die aufgrund eines Produktfehlers, verletzter Urheberrechte und überschrittener Grenzwerte geltend gemacht werden.

B. Bei Schadenansprüchen übernimmt der Lieferant die volle Haftung für sämtliche resul-tierenden Schäden. Dies gilt auch für alle Kosten, Ansprüche und Leistungen inklusive der anfallenden oder geltend gemachten Rechtsverfolgungs-, Gerichts- und Prozess-kosten, die aus oder im Zusammenhang mit der Verwendung der gelieferten Waren geltend gemacht werden.

C. Der Lieferant übernimmt die Kosten für Qualitätsprüfungen, wenn Attests nicht mitgeliefert werden.

D. Die Karl Vögele AG ist zur gerichtlichen Klärung behaupteter Rechtsverletzungen nicht verpflichtet.